Pressestimmen zur Debüt-Produktion "Bitch Perfect oder Alice im Wund-Air-Land"

Marlen Hobrack schreibt in der Freitag eine sehr klug beobachtete und treffende Rezension und legt ihren Schwerpunkt auf die Analogien zu "Alice im Wunderland". "Die Welt der Virtual Reality hat die Realität längst ersetzt.

[...] Wie Kleidi alias Heidi und die Vlogger von den Regisseurinnen und Schauspielerinnen Eléna Weiß und Shari Asha Crosson im Lofft in Leipzig auf die Bühne gebracht werden, ist trotzdem, oder gerade deshalb, großartig und unterhaltsam. [...] Alice, das Subjekt, dem Wort nach unterworfen, dem System, den Medien, der klumhumschen Gehirnwäsche, kann nichts und niemanden retten." 

 

Zum Artikel  "Ihr seid alle so basic"

 

Bianca Rositzka von Urbinate beschreibt den Abend  wie folgt: "Ein starkes Stück über den Druck digitaler Selbstvermarktung, Schein und noch mehr Schein, Persönlichkeits- und Schönheitsideale sowie den Verlust des analogen und echten Ichs."

"Wie wir alle dasitzen, jederzeit bereit, das Smartphone für die nächste Abstimmung zu zücken, wo wir doch in einer Performance sitzen, die uns die extremen Auswirkungen der sozialen Digitalisierung aufs Brot schmiert, ist ein großartiger Nebeneffekt."

 

Zum Artikel "Like,Follow,Repeat: Lofft Leipzig und #foxdevilswild präsentieren Bitch Perfect"

 

Steffen Georgi von der LVZ kann mit dem Ganzen überhaupt gar nichts anfangen und hat sogar Kritik an unserem Publikum parat. Interessant: Teils hat sich ihm genau das vermittelt, was wir erzählen wollten, nur spricht er uns die Absicht dahinter ab: "Dass sich dabei der dem Publikum zugedachte Aktivposten auf das beschränkt, womit das Gros der heutigen Zeitgenossen eh die meiste Zeit des Tages totschlägt (nämlich mit trübsinnigem Blick über Smartphone-Bildschirme zu wischen) hat dabei fast schon die Qualität einer Metapher, eines exemplarischen Krisensymptoms" "[...]diese Inszenierung thematisiert einen Zu- oder Missstand, [...] von dem sie stärker betroffen ist, als sie ahnen, oder als ihr lieb sein mag." "[...]ein Theater, das wie eine Personality-schrumpfexistenz den Geschmack seiner follower goutiert."

 

Zum Artikel "Theatrale Apathie"